Familiendaten der
 Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung Nürnberg

Karl Wilhelm Keller

männlich 1856 -


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  • Name Karl Wilhelm Keller 
    • Keller-Deffner
    Geboren 22 Dez 1856 
    Geschlecht männlich 
    Beruf Kaufmann 
    Personen-Kennung I8653  Paul Wolfgang Merkel | Keller-Daten
    Zuletzt bearbeitet am 29 Dez 2011 | XZ3024A 

    Vater "Hermann" Christoph Keller,   geb. 19 Mai 1819, Stuttgart,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Aug 1890, Pragfriedhof Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 71 Jahre) 
    Mutter Berta Regine Reininger,   geb. 07 Dez 1822, Stuttgart,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 03 Dez 1902  (Alter 79 Jahre) 
    Verheiratet 26 Okt 1848  Stuttgart,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Familien-Kennung F2936  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Maja Deffner,   geb. 11 Jul 1858, Esslingen,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
     1. Gertrud Keller-Deffner,   geb. 11 Okt 1885, Stuttgart Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Aug 1954, Stuttgart Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 69 Jahre)
     2. Elisabeth Keller-Deffner,   geb. 21 Sep 1886, Stuttgart Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Zuletzt bearbeitet am 29 Dez 2011 
    Familien-Kennung F3517  Familienblatt  |  Familientafel

  • Notizen 
    • KELLER 1922, Stuttgarter Linie; A XXII 4
    • Kellerbuch S. 46: WILHELM KELLER-Deffner, geb 22.12.1856, als 3. Sohn Herm. Christ. K., kam nach vollendeter Schulzeit in der Elementaschule, dem humanist. und Realgymnasium in die Lehre im väterl. Geschäft und nach Beendigung seiner einjährigen Dienstzeit im 7. württ. Inf.-Regt. Nr. 125 1876-79 nach London zu weiteren kaufmännischen Ausbildung; sodann 1800-81 nach Genf, wo er Gelegenheit hatte, sich durch Besuch des Polytechnikums wissenschaftlich in allgemeinen Fächern zu fördern. Nach einer den Besuch der deutschen Fabrikstädte bezweckenden Reise übernahm er 1887 das väterliche Geschäft unter der Firma Georg Heinrich Kellers Tuchhandlung. Seine Verheiratung mit Maja Deffner aus Eßlingen legte den Grund zu einem Heim, in dem in schönstem gegenseitigem Verstehen künstlerische und geistige Bestrebungen jeder Art gepflegt wurden. Seine ausgesprochen künstlerische Begabung erhielt durch grundlegenden Unterricht des Altmeisters der Geige Prof. Eduard Keller, Schüler Moliques, und später durch den mit dem Haus Keller in innigster Freundschaft verbundenen Prof. Carl Wendling eine herausragende Ausbildung, so daß er ein sehr geschätzter Geiger wurde. So gelang es ihm auch, als er 1895 durch ein Augenleiden am Sehen gehindert wurde, die ganze klassische Violinliteratur sowie auch moderne Werke auswendig zu lernen. Durch sein regelmäßiges Zusammenspiel mit der ihn auch fördernden bekannten Pianistin Johanna Klinckerfuß (Listschülerin) - der Schwiegermutter seiner 2. Tochter - erlangte sein Vortrag eine hohe künstlerische Stufe und die gemeinsamen, teils in der Familie, teils auch in größerem geladenem Zuhörerkreis ab und zu veranstalteten Konzerte verschafften den Zuhörern einen großen edlen Kunstgenuß, den der Ton seines Instruments, einer der schönsten Stradivariusgeigen - "Ries Stradivarius" genannt, von 1710 - zu einem vollkommenen machte. Außerdem war er noch im Besitz einer Sammlung wertvollster alter italienischer Saiteninstrumente, von denen 4 dem berühmten Wendling-Quartett zur Verfügung gestellt wurden. Sein und seiner Gattin ausgesprochener Schönheitssinn suchte Befriedigung in der allmählichen Erwerbung einer Sammlung von Meisterwerken bedeutender Maler und erfuhr durch intimen Verkehr mit seinem Schwager, dem bekannten Landschaftsmaler Prof. Schönleber immer erneute Anregung. Die langjährige Freundschaft, die ihn und die Seinigen mit dem Philosophen Christ. Schrempf verband, gaben seiner geistigen Entwicklung eine tiefgreifende Richtung und seine Bücherei barg mit der Zeit einen Schatz der besten klassischen und philosophischen Werke. Durch die Verheiratung der ältesten Tochter Gertrud mt dem Architekten Prof. Ernst Wagner im Jare 1916 und der jüngeren Tochter Elisabeth 1909 mit dem Maler Bernhard Klinckerfuß erhielt die Familie einen sich dem ihr eigenen ausgesprochenen Künstlergeist in schönster Harmonie anpassenden Zuwachs.